Keine Desinfektionschemikalien. Keine chemischen Rückstände im Wasser.

Wenn wir Mineral+Biome® als chemiefreies Poolsystem bezeichnen, meinen wir damit Folgendes: Im täglichen Betrieb werden keine Desinfektionschemikalien verwendet, und im Schwimmwasser sind keine schädlichen chemischen Rückstände vorhanden.

Was wir bei der routinemäßigen Wasseraufbereitung nicht verwenden

Mineral+Biome® kommt bei der routinemäßigen Aufrechterhaltung der Wasserqualität ohne Chlor (in jeglicher Form), Brom, Salzelektrolyse, Kupfer- oder Silberionisierung sowie jegliche Biozide oder Desinfektionsmittel aus.

Dies sind die Chemikalien, die für Desinfektionsnebenprodukte (DBPs) verantwortlich sind: Verbindungen wie Chloramine, Trihalogenmethane und Halogenessigsäuren, die entstehen, wenn Desinfektionsmittel mit organischen Stoffen im Wasser reagieren. DBPs werden mit Haut- und Augenreizungen, Atemwegsproblemen sowie langfristigen gesundheitlichen Bedenken in Verbindung gebracht. Mineral+Biome® erzeugt keines davon.

Krankheitserreger werden durch biologische Nährstoffentfernung und Prädation beseitigt. Die im Mineral+Biome®-Substrat angesiedelten nützlichen Bakterien verdrängen Krankheitserreger im Wettbewerb um Ressourcen und jagen sie aktiv. Entfernt man Phosphat, Stickstoff und Kohlenstoff, die Krankheitserreger zum Überleben benötigen, können sie nicht wachsen. Es ist kein Desinfektionsmittel erforderlich. Dieser Mechanismus wurde unabhängig von Fachkollegen begutachtet und in „Nature Water“ veröffentlicht, wobei eine 99,9-prozentige Beseitigung von Krankheitserregern durch biologische Nährstoffentfernung und Prädation ohne jegliche Desinfektionschemikalien bestätigt wurde.

Was wir verwenden

Der Biofilter: der primäre Mechanismus

Das Herzstück des Mineral+Biome®-Systems ist das biologische Filtersubstrat. Die in diesem Substrat angesiedelten nützlichen Mikroorganismen entfernen kontinuierlich und passiv Phosphat, Stickstoff und Kohlenstoff aus dem Wasser. Dadurch wird die Wasserqualität aufrechterhalten. Das ist auch der Grund, warum kein Desinfektionsmittel benötigt wird.

Phosphatmanagementmittel

Zur Ergänzung des Biofilters werden automatisch geringe Mengen an Phosphatbindemitteln dosiert. Diese binden sich an Phosphate und organische Stoffe und werden beim Rückspülen aus dem Wasser entfernt. Derzeit laufen Tests zur Bestätigung der Restkonzentrationen; wir werden diese Seite aktualisieren, sobald diese abgeschlossen sind.

Mineralstoffzusätze

Nützliche Mineralien, darunter Zink, werden in einer Konzentration von 0,2 bis 0,5 ppm zugesetzt – eine Konzentration, die mit den Spurenelementen in Quellwasser vergleichbar ist und die Sicherheitsstandards für Trinkwasser deutlich unterschreitet. Als Trägerstoff dient Essigsäure in Lebensmittelqualität, dieselbe Verbindung wie in Speiseessig. Diese Mineralien tragen zu der weichen, geruchsneutralen Wasserqualität bei, für die Mineral+Biome® bekannt ist.

Inbetriebnahme des Schwimmbads und einmalige Verunreinigungsereignisse

Bei der Erstinbetriebnahme eines Schwimmbads oder nach einem starken einmaligen Verschmutzungsvorfall kann die Phosphatbelastung im Wasser deutlich höher als normal sein. Ein gutes Beispiel ist das Abfließen von Düngemitteln, die in der Nähe des Schwimmbads ausgebracht wurden: Ein einzelner Vorfall kann Phosphatwerte verursachen, deren Abbau allein durch den Biofilter einige Zeit in Anspruch nehmen würde.

In solchen Situationen werden Phosphatbinder in höheren Dosen eingesetzt, um die Phosphatbelastung rasch zu senken und die Bedingungen wiederherzustellen, unter denen das biologische System am effektivsten arbeitet. Sobald der Phosphatwert im Zielbereich liegt, wird die routinemäßige Dosierung wieder auf Spurenmengen reduziert und der Biofilter übernimmt erneut die Aufgabe.

Dies ist kein Anzeichen dafür, dass das System im Normalbetrieb chemische Unterstützung benötigt. Es spiegelt dasselbe Prinzip wider wie jedes biologische System: Stellt man die richtigen Bedingungen her, läuft es von selbst weiter. Werden diese Bedingungen erheblich gestört, stellt eine gezielte Korrektur sie wieder her.

Wasserstoffperoxid: nur gelegentlich einsetzen

Unter bestimmten Umständen, wie beispielsweise beim Wiederinbetriebnehmen eines Schwimmbads nach einer längeren Stilllegung oder bei der Behebung eines außergewöhnlichen Vorfalls hinsichtlich der Wasserqualität, kann Wasserstoffperoxid (H₂O₂) eingesetzt werden. Es zersetzt sich vollständig in Wasser und Sauerstoff und hinterlässt keine chemischen Rückstände im Schwimmbad. Im Routinebetrieb spielt es keine Rolle.

Warum diese Unterscheidung wichtig ist

Chlor wirkt, indem es kontinuierlich in einer Konzentration von 1 bis 3 ppm im Wasser vorhanden bleibt. Dieser Restgehalt ist beabsichtigt. Auf diese Weise desinfiziert Chlor. Es reagiert jedoch auch mit organischen Stoffen und bildet dabei Desinfektionsnebenprodukte (DBPs), die sich im Wasser und in der darüber liegenden Luft ansammeln.

Mineral+Biome® funktioniert anders. Das biologische System beseitigt die Bedingungen, die Krankheitserreger zum Überleben benötigen. Alle verwendeten Pflegemittel binden sich an ihre Zielsubstanzen und verlassen das Wasser. Keine fortlaufende chemische Behandlung. Kein Geruch, keine Reizungen, kein Brennen.

Ein Hinweis zur Terminologie

Uns ist bewusst, dass der Begriff „chemiefrei“ technisch gesehen ungenau ist. Wasser selbst (H₂O) ist eine chemische Verbindung. Wenn wir diesen Begriff verwenden, meinen wir damit, dass das Schwimmwasser im Normalbetrieb frei von schädlichen Desinfektionschemikalien und von chemischen Rückständen ist. Wenn Sie Fragen zum Wartungsprotokoll des Systems haben, wenden Sie sich bitte an unser Team.

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